Auch ich durfte vor ein paar Tagen das heimische
Solaris auf u2, aka. 6/06 (nicht mit dem südafrikanischen Pinguin verwechseln

) aktualisieren und hab nun iSCSI-Unterstützung (Initiator) in der alten X1. In der Hoffnung das dies eine elegante Lösung für unser Plattenplatzproblem (maximal 2x120GB IDE in der Netra, was für das Musik- und Video-Archiv nicht gerade üppig ist) sein könnte, machte ich mich gleich mal dran ein Target aufzubaun. Mangels anderer Ideen griff ich dabei auf den Simulator eines bekannten NAS/SAN-Herstellers zurück, welcher super einfach auf einem Linux aufzusetzen war und erstmal ein ca. 50MB (ist ja eigentlich auch nur für Testzwecke) großes Volume ins Netz stellte. Per
iscsiadm war es dann auch kurze Zeit später als Device im Solaris sichtbar, ein UFS drauf und die ersten Tests konnten beginnen: Das Draufkopieren von 10 MP3s war mit 4,8MB/s für das 100Mbit-Netz und die betagte Hardware doch überraschend performant und ließ auf einen produktiven Einsatz des Setups hoffen. Also virtuell ein paar Platten (max. 1GB große Files des Linux) in den simulierten Filer gesteckt und den selben Test auf einem 10GB großen iSCSI-Volume wiederholt. Die ersten 15 oder so MP3s waren dann auch wieder schnell übertragen... bevor die Performance komplett in den Keller ging und man die Kbytes noch mit bloßem Auge das Netz durchqueren sah. Und dann ist es mir auch wieder eingefallen was ich bei diversen Präsentationen des besagten Herstellers erzählt bekam: Daten werden im echten Filer erstmal in einen NVRAM (weil Batterie-gepuffert, aber wohl um einiges größer und schneller als das was man so aus Suns und Ciscos kennt) getauften Zwischenspeicher geschrieben, bevor sie auf Platte gelangen. Das NVRAM ist im Simulator wohl so ca. 10-15 MP3s groß %-)
Nachdem sich diese Lösung also nicht wirklich für einen Einsatz im Heimnetz eignet, muß ich mir mal weitere iSCSI-target-Implementierungen ansehen.
Die von NetBSD wollte schonmal nicht so richtig mit Solaris (Device ist da, aber format oder newfs wollen nicht drauf arbeiten) und was man so im Linux-Umfeld findet (
hier,
hier oder
da), bestätigt mich nur wieder in meiner Geringschätzung für dieses System.